Kanalsanierung

Die Abwasserkanäle in Deutschland und in anderen europäischen Ländern sind z.T. bis 100 Jahre alt und in erheblichen Ausmaßen undicht. Abwasser sickert daher ungereinigt von den Schadstellen der Kanäle in das Grundwasser und könnte damit eine Gefährdung darstellen. Nach Erhebungen der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.(DWA) sind die öffentlichen Kanalnetze teilweise stark beschädigt. Danach sollen in den alten Bundesländern 20% der 300.000 km langen Rohrleitungen schadhaft sein. In den neuen Ländern weist gar die Hälfte der Abwasserkanäle Schäden auf.
Die Beseitigung dieser Schäden stellt für die Betreiber der Kanäle eine große finanzielle Herausforderung dar.
In den vergangenen Jahren wurden mehr und mehr Verfahren entwickelt, mit denen man, nach entsprechender Schadensklassifizierung/-bewertung, die festgestellten Schäden grabenlos sanieren kann.

Grundsätzlich unterscheidet man dabei drei Maßnahmengruppen:

  • Reparatur (z.B. Injektions- bzw. Robotertechnik, Kurzliner) bei örtlich begrenzten Schäden wie undichten Muffen, Rissen (axial und radial) sowie schadhaften Zuläufen.
    Zu Bedenken ist hierbei, dass durch eine unsachgemäße Reparatur in angrenzenden Rohren neue Schäden auftreten können.
  • Renovierung (z.B. Beschichtung, Auskleidung wie Liner/Relining) bei örtlich begrenzten, sich wiederholenden Schäden und umfangreichen Schäden. Hierbei können einzelne oder auch mehrere hintereinander liegende Haltungen in einem Arbeitsgang bearbeitet werden. 
  • Erneuerung unterteilt sich in grabenlose Verfahren (z.B. Berstlining) und offene Bauweise (konventioneller Kanalbau) 

Darüber hinaus kommt bei nahezu jeder Sanierungsmaßnahme eines Kanals auch die Schachtsanierung in Betracht. Die Schächte werden entweder vollständig von der Sohle bis einschl. Abdeckung saniert oder nur teilweise. Es kommen entweder mineralische Werkstoffe zur Oberflächenbehandlung oder Auskleidungen mit GfK oder anderen Kunststoffen zum Einsatz.
Im Rahmen einer Kanalsanierung sollten auch immer die Anschlussleitungen (Hausanschlüsse und Sinkkästen) mit betrachtet und erforderliche Maßnahmen ergriffen werden.

Unsere erfahrenen Mitarbeiter, darunter auch zertifizierte Kanalsanierungsberater, begleiten und beraten Sie dabei von der Ausschreibung / Überwachung der Reinigung / Verfilmung der Kanäle über die Schadensklassifizierung / -bewertung bis hin zur nachfolgenden Sanierung.